Pressespiegel 2010

Ulrich Littko - LAUSITZER RUNDSCHAU - 19./20.06.2010

Ulrich Littko - LAUSITZER RUNDSCHAU - 10.03.2010

Red. - MÄRKISCHER BOTE - 13./14.03.2010

sts/dpa - LAUSITZER RUNDSCHAU - 22.02.2010
Pressespiegel 2009

Ingeborg Pocklitz - MZ

Red. - LAUSITZER RUNDSCHAU - 05.05.2009

Uwe Kraus - MITTELDEUTSCHE ZEITUNG Stadt Falkenstein/Harz - 18.03.2009

Marion Pocklitz - MITTELDEUTSCHE ZEITUNG Aschersleben - 18.03.2009
Pressespiegel 2008

Uwe Kraus - MITTELDEUTSCHE ZEITUNG Stadt Falkenstein/Harz - 03.12.2008
Konzert am 29. November 2008 im Kunstmuseum
35. Cottbuser Musikherbst hat glanzvoll geendet
Gemeinschaftsveranstaltung mit der Deutschen Chopin-Gesellschaft e.V.
Cottbus (MB). Am vergangenen Sonnabend verklangen die letzten Akkorde des diesjährigen 35. Cottbuser Musikherbstes. Hiroko Arimoto beendete das achtwöchige Musikfest mit einem grandiosen Klavierabend, den die junge Künstlerin mit Werken aus Klassik und Romantik gestaltete. Ihr technisch perfektes, dennoch sehr sensibles Klavierspiel begeisterte das Publikum im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Am 27. September begann das Musikfest Lausitzer Musikschaffender mit einer Würdigung des Cottbuser Komponisten und Ehrenbürgers Johannes Werners, der 1966 den Cottbuser Musikherbst als Initiator gründete.
Insgesamt haben in diesem Jahr 14 Konzerte mit einer bisher unerreichten Besucherauslastung von 89,6 Prozent in Brandenburg und Sachsen stattgefunden. Hervorragende Solisten und Ensembles der Region, aus Spanien, Japan und Polen, haben dem Musikfest eine besondere Ausstrahlung gegeben.
Im Mittelpunkt standen 13 neue Werke deutscher und sorbischer Komponisten für die unterschiedlichsten Besetzungen. Erstmalig war der Musikherbst mit Konzerten in Frankfurt (Oder), Peitz, Vetschau und Seidewinkel, aber auch in Senftenberg und Glashütte waren die Programme mit Musik aus Vergangenheit und Gegenwart bestens vorbereitet und von großer Resonanz begleitet. Oftmals ergaben sich anregende Gespräche mit dem Publikum, Komponisten und Künstlern.
Neu war in diesem Jahr das große Engagement vieler Förderer und Sponsoren. Sie haben maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Der Märkische Bote wird auch im kommenden Jahr dieses bedeutendste Musikfest der Lausitz präsentieren und begleiten.
Hiroko Arimoto war die gefeierte Solistin des Abschlusskonzertes des diesjährigen Lausitzer Musikfestes. Mit Klavierwerken von Haydn, Schubert, Chopin und Schumann begeisterte sie das Publikum im ausverkauften Konzertsaal des Kunstmuseums DKW.
MB - MÄRKISCHER BOTE - 03.12.2008
Konzert am 11. Juni 2008 im Kunstmuseum
Klänge im neuen Kunstmuseum
Imke Lichtwark brachte Grotrian-Flügel erstmals im DKW zum Klingen
Cottbus (bw). Schon am Vortag des Konzertes im Rahmen der 15. Cottbuser Seniorenwoche zeichnete sich ab, dass viele Konzertfreunde dabei sein wollen, wenn im neuen Kunstmuseum Dieselkraftwerk direkt am Amtsteich der wunderschöne Klang des Grotrian-Flügels zum ersten Mal zu hören sein wird. Die Deutsche Chopin-Gesellschaft hatte dazu die Steinway-Preisträgerin Imke Lichtwark, Schülerin des Berliner Musikgymnasiums "Carl Philipp Emanuel Bach", eingeladen.
Die junge Pianistin begann ihren Klavierabend mit einer Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart. Sichtlich bemüht, sich an die Akustik anzupassen, kamen dann doch einige Passagen zu gewaltig. Ganz anders Debussys "Estampes". Man konnte deutlich spüren, dass die Künstlerin mit dem musikalischen Material sehr gezielt umgeht und die impressionistischen Klangfarben in den einzelnen Stücken mit Einfühlungsvermögen und Stilsicherheit zu treffen vermag.
Nach der Pause folgte die Beethoven-Sonate op. 27/1. Hier konnte Imke Lichtwark ihre pianistischen Fähigkeiten ganz besonders deutlich zeigen. Höhepunkt waren aber Mendelssohn-Bartholdys "Variations sérieuses", ein Klavierwerk, das man ansonsten nur von "gestandenen" Pianisten zu hören bekommt.
Imke Lichtwark hat das Cottbuser Publikum begeistert. Ihr Talent wird sie auch weiterhin begleiten. Die besten Wünsche sind ihr dazu mitgegeben.
bw - MÄRKISCHER BOTE - 21.06.2008

Susanne Thon - MITTELDEUTSCHE ZEITUNG Aschersleben - 18.03.2006
Konzert am 15. März 2008 in der FH Lausitz
Klangtürme und Virtuosität
Chopingesellschaft lud Albert Mamriev mit grandiosem Programm ein
Der israelische Pianist gehört zu den besten Liszt-Interpreten. Auf seiner Europa-Tournee gastierte der Künstler mit großen Erfolg in Cottbus
Der Regionalverband in der Deutschen Chopin-Gesellschaft hatte zu einem besonderen Konzert in die Fachhochschule Lausitz eingeladen. Es war ein Klangereignis mit einem virtuos disponierten Pianisten, der das Publikum über den ganzen
Abend hinweg in Atem hielt und sowohl akustisch als auch handwerklich-physisch an die Grenzen ging.
Albert Mamriev, der in der Republik Dagestan (damalige UdSSR) geboren wurde, später am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und in Tel Aviv studierte, lebt heute in Israel und genießt dort den Ruf einer der herausragendsten Pianisten.
Auf seinem Weg zur Weltkarriere, der ihn allein 2007/08 nach China, Frankreich, West- und Osteuropa sowie in die USA führt, machte er auch in Cottbus Station und begeisterte im vollbesetzten Konzertsaal der Fachhochschule Lausitz.
Das Ungewöhnliche bestand aber auch in der Art seines Programms, das Fryderyk Chopin und dessen Zeitgenossen gewidmet war. Viele Komponisten bemühten sich mit ihren Stücken, die neuen Möglichkeiten mittels allerlei pianistischer Raffinessen vorzustellen. Diesem Anspruch fühlte sich an diesem Abend auch Albert Mamriev verpflichtet und er erfüllte ihn äußerst eindrucksvoll bereits in Charles Alkans "Etude de Bravoure" und bei Adolph Henselts "Impromptu". Auch in der "Phantasie-Etüde" des in Böhmen geborenen Alexander Dreyschock stand das Virtuose im Vordergrund. Von Sigismund Thalberg wissen wir beispielsweise, dass er 1837 in Paris mit Franz Liszt in einen pianistischen Wettkampf trat.
Man muss schon eine so überragende Spieltechnik wie Albert Mamriev besitzen, um all diese geradezu artistischen Anforderungen des Programms gerecht werden zu können. Pianistische Virtuosität, jedoch gepaart mit edler Anmut und Klangpoesie findet man im Werk von Franz Liszt und vor allem von Fryderyk Chopin. Und dass der Gast aus Israel nicht nur Akkordmassen im Fortissimo aufstauen kann, bewies er in Chopins Mazurken. Wenngleich hier nicht immer alles ganz notengetreu ablief, ließ er doch das Verständnis für die emotionale Tiefe dieser Musik spüren.
Franz Liszts Klavierbearbeitungen verschiedener Orchesterwerke bildeten das Hauptfeld der Ereignisse. Die 1856 veröffentlichte "Dante-Sinfonie" bildete eine seiner Vorlagen für eine gewaltige Paraphrase, wobei der Begriff "gewaltig" auch die sich immer weiter steigernden Fortissimo-Akkordtürme recht treffend beschreibt.
Und der Bearbeitung von Wagners "Tannhäuser-Ouvertüre" oder - dann als eine der Zugaben - in der "Rienzi"-Fantasie fragte man sich: Wie kann ein Mensch die zehn Finger seiner Hände so schnell - und beinahe gleichzeitig - auf so vielen verschiedenen Tasten haben... ?
Das war große Kunst, das war Artistik, Sport und Klangzauberei in einem. Nicht enden wollender Beifall verabschiedete den bescheidenen, sympathischen und - niemanden wunderte es - dann sichtlich erschöpften Künstler. Was für ein denkwürdiger Abend!
Bernhard Reichenbach - MÄRKISCHER BOTE - 22.03.2008

Susanne Thon - MITTELDEUTSCHE ZEITUNG Aschersleben - 18.03.2006
Pressespiegel 2007
Konzert am 14. Oktober 2007 im Kunstmuseum
Peter Rösel begeisterte mit seinem Klavierabend in Cottbus
Blick in die Unendlichkeit
Dass der international viel beschäftigte Konzertpianist Peter Rösel (62) einen Klavierabend in Cottbus gegeben hat, ist wohl dem Jubiläum 45 Jahre Deutsche Chopingesellschaft im Rahmen des Cottbuser Musikherbstes zu danken.
Peter Rösel wurde vom Cottbuser Publikum gefeiert. Etwas überrascht nahm der Ehrengast nach dem Auftritt aus der Hand des Präsidenten der Gesellschaft Bernd Weinreich ein Souvenir besonderer Art entgegen: das Programmheft von Rösels Beitrag zu den Chopin-Festtagen 1967 in seiner Geburtsstadt Dresden: "Das hatte ich längst vergessen."
Die erfreute Zuhörerschaft zwang dem hochkonzentriert spielenden Klavier-Professor zwei Zugaben ab, darunter das bekannte Bach-Choralvorspiel "Jesu, meine Freude". Diese Melodie stammt übrigens von dem sorbischstämmigen Johann Crüger (1598 - 1662) aus Groß Breesen bei Guben, dessen Berliner Lehrwerke der Thomaskantor kannte und nutzte. Der Abend begann mit Mozart. Die Sonate A-Dur, KV 331, möglicherweise als Geschenk für seine Schwester gedacht, enthält im ersten, dem Variationssatz, ein breit gefächertes Spektrum technischer und Ausdrucksmöglichkeiten, die Peter Rösel sehr differenziert darbot. Figurale Ornamente, fein herbes Moll, lichtes Schwelgen, myzelhaft verzweigtes Adagio und Kontraste im Schlussteil. Nach dem liedhaften Minuetto dann das effektvolle Ohrwurm-Finale "Alla turca". Zum Mitpfeifen schön.
Die sechs populären Chopin-Titel, die der Klavier-Professor für das Jubiläumskonzert zusammengestellt hatte, lasen sich wie eine Programmchronik aus 20 Jahren Cottbuser Chopin-Konzerte. Doch oft Gehörtes, wie die kraftvolle Polonaise A-Dur, klang anders bei Rösel als sonst. Weniger pathetisch, mit gezielt straffen Akkorden, herrlich zurückgenommene Begleitung bei der strahlenden "Fanfarenmelodie" und die Donner-Oktaven zur Wiederholung hin. Stark auch die Melodienbehandlung, gleich wo sie auftrat. Ob im bedeutungsschweren Bass, in der beidhändig umspielten Mittellage oder im weichgläsernen Diskant - der Konzertpianist blieb dem polnischen "Meister des singenden Klaviers" nichts schuldig und bediente die Tasten so sensibel, dass der Grotrian-Steinweg-Flügel, der hier zum letzten Mal erklang, vor Staunen sein launisches Sirren vergaß. Robert Schumanns "Kinderszenen" waren nicht so sehr Hasche-Mann und Steckenpferd als fürchtendes und bittendes Kind. Eindringlicher, unüberhörbarer Klavier-Gestus: Seid empfindsam, aufmerksamer.
Zum Abschluss des Konzerts gestaltete der Tastenbeherrscher Peter Rösel ein großartiges Hörerlebnis mit Johann Sebastian Bachs Toccata C-Dur, BWV 564 in der Bearbeitund durch Ferruccio Busoni (1866 - 1924). Der italienische Komponist hatte sich mit den verschiedenen Musik-Stilen auseinander gesetzt und mit Bach ganz besonders. Es begann mit Präludiengeläufigkeit, dann ein Suchen und Finden der frei schwingenden Kantilene und dann die steigerungsreiche Schlussfuge, vier Stimmen setzen nacheinander ein und wirken in-, mit- und gegeneinander. Ein gestochen scharfes Liniengeflecht, das Rösel mit immer neuen Ansichten präsentierte, die Themeneinsätze stets durchhörbar, die aufregende Verdichtung und dann der lösende Abschluss. Ein großes, ein grandioses Werk mit einem Blick in die Unendlichkeit.
LAUSITZER RUNDSCHAU - 16.10.2007
Konzert am 13. Juni 2007 im Kunstmuseum
Musik aus drei Jahrhunderten
Pianistin Birgit Grützner verzauberte Publikum im Kunstmuseum
Der Klavierabend im Rahmen der Seniorenwoche am Noch-Sitz des Kunstmuseums Dieselkraftwerk in der Cottbuser Sprem war voller Wehmut. Nahmen die zahlreichen Zuhörer doch Abschied von einem lieb gewonnenen Konzertort, an dem unter der Regie der Deutschen Chopingesellschaft namhafte Künstler aus aller Welt unvergessliche musikalische Erlebnisse gestaltet haben. Dass die traditionsreichen Musikabende am neuen Standort auch so ein "Labsal für die Seele" bleiben mögen, darauf hoffen nicht nur die Konzertfreunde der Seniorengruppe "Carl Blechen", wie deren Vorsitzender Volker Opitz zur Begrüßung betonte.
Die Berliner Pianistin Birgit Grützner, die mit vierzehn Jahren ihre Klavierlaufbahn begann und auf drei Kontinenten gastiert hat, ist auch auf dem Podium der Cottbuser Kunstgalerie keine Unbekannte. Ihr Programm bot Leckerbissen von der Haydn-Klassik über die Romantik bis hin zur zeitgenössischen Tonschöpfung Bernd Weinreichs (59). Seine "CoIoraturen" hatte sich die in Weimar und Wien geschulte Pianistin ausdrücklich für ihren dritten Cottbuser Auftritt gewünscht. Diese "Farbwegkomposition" gab Gelegenheit, ihr hohes technisches Können und ihren gestalterischen Einfallsreichtum bei freien Improvisationen zu beweisen.
Der anwesende Komponist erläuterte anhand des Notenbildes, wie diverse Farbfolgen zu Werken unterschiedlicher Art und Dauer führen können. "So ist jede Darbietung eine Erstaufführung. Man kann sie zu den verschiedensten Anlässen nutzen, von der Ausstellungseröffnung bis zum selbständigen Konzertteil", sagte Weinreich. Das Publikum bedankte sich mit lebhaftem Beifall bei Birgit Grützner für ihren zehnminütigen Flügel-Test, bei dem der Grotrian-Steinweg erstaunliche Klangwirkungen hervorbrachte.
Im romantischen Kontrast entfalteten sich die beiden Chopin-Stücke. Die Ballade (von der schönen Wassernixe Undine) in As-Dur und die Des-Dur-Berceuse, ein Wiegenlied zwischen wilden Traumfantasien und beruhigtem Schlummer. Auch erklangen die letzten "Vier Klavierstücke" op. 119 von Johannes Brahms, ein Zyklus von drei Intermezzi und einer Rhapsodie. Birgit Grützner bewältigte diesen "Höhepunkt der Klavierliteratur" - vom Ruhigen bis zum rhythmisch Bewegtem. Gleiches galt für das Gesamtprogramm.
Hatte sich die Pianistin anfangs mit der Haydn-Sonate E-Dur eingespielt, versetzte sie die Hörer mit der virtuosen Leichtigkeit der vier Debussy-Titel in Entzücken. Der französische Impressionist malte förmlich die Szenen von Landschaft und Leben in unvergleichlichem Licht. Die drei Preludes ans Heft I schlossen mit sonderbar glasmetallischen Diskant-Akkordschlägen, bevor Applaus die fällige Zugabe erzwang: ein beruhigendes Prelude von Maurice Ravel.
Konstantin Lorenz - LAUSITZER RUNDSCHAU - 15.06.2007
Konzert am 17. Februar 2007 im Kunstmuseum
Chopin und Schumann in Cottbus
Susanne Grützmann begeisterte im Jubiläumsjahr der Chopingesellschaft
Der Klavierabend der Pianistin Susanne Grützmann mit Werken von Schumann und Chopin im Kunstmuseum Dieselkraftwerk begeisterte am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher. Nach zwei Zugabe-Etüden von Fryderyk Chopin waren sich Publikum und Veranstalter einig: Es war ein würdiges Konzert im Jubiläumsjahr der Deutschen Chopingesellschaft (1962 gegründet), deren Regionalverband Brandenburg am 1. März sein 20-jähriges Bestehen in Cottbus feiert. Zunächst erklangen die "Fantasie" op. 17 und die "Papillons" op. 2, zwei Jugendwerke Robert Schumanns (1810-1856), die in den Konzertspielplänen der Welt zu finden sind.
Der junge Romantiker verarbeitete in der sonatenartigen "Fantasie" seinen Schmerz über den (vermeintlichen) Verlust seiner geliebten Clara, ein Stück zwischen Verzweiflung und Hoffnung mit ruhevollem Schluss. Schrei zu Beginn und folgende Klage, Schwärmen und Auftrumpfen, eine beziehungsvolle Beethoven-Liedzeile "Nimm sie hin denn, meine Lieder" aus dem Zyklus "An die ferne Geliebte". Die Hörer nahmen Teil an den Gefühlsklängen, die Susanne Grützmann mit ihrem ausdrucksvollen Spiel, das die technischen Schwierigkeiten vergessen ließ, aus dem Grotrian-Steinweg-Flügel hervorzauberte.
Wie der 22-jährige Komponist bezeugte, entstanden die "Papillons", eine Art Collage von zwölf hochkarätigen Miniaturstücken, nach dem Vorbild des "Larventanzes" aus den "Flegeljahren" von Jean Paul. Und karnevalistisches Maskenspiel ist viel enthalten in diesen Tänzen und Walzern ä la Schubert und Weber, den bemüht eleganten Polonaisen, der komischen Kontrapunktik und dem Huschen und "Marschieren". "Der Lärm des Karnevals verstummt, die Turmuhr schlägt sechs", kommentierte Schumann den Schluss. Mit einem Abschiedslied verschwinden die schwärmerischen Nachtgestalten. Die Tastenzauberin interpretierte das Entfernen so überzeugend, dass man unwillkürlich nach den "fantastischen Luftgestalten" suchte.
Der zweite Teil des Abends bot vier Werke von Fryderyk Chopin, dem "Meister des singenden Klaviers". Das Melodiebetonte war besonders bei der verklärten "Nocturne" Des-Dur und der "Barcarole" Fis-Dur der Fall. Letztere erzeugte irisierende Gondelwellen, deren geheimnisvollen Plätschern die Zuhörer verzückt lauschten.
In der Ballade As-Dur op. 47 aus dem Jahr 1841 gestaltete Chopin eine Erzählung aus "Undine" und dem Reich der Wassergeister seines Dichter-Zeitgenossen Adam Mieckiewicz. Vom Rieseln der Sechzehntel bis zu den wuchtigen ff-Akkorden - keine Hürde für die Pianistin, die schon in großen Konzerthäusern der Welt gastierte.
Den Abschluss bildete die kraftvolle Polonaise As-Dur op. 53, "Ritzterpolonaise" genannt, eine national betonte Schöpfung des Patrioten Chopin, der an die heldenhafte polnische Geschichte erinnert. Susanne Grützmann zeigte ihr Können nun auch in dem gewaltigen Crescendo des Trios, das eine atemverschlagende Steigerungswirkung ausstrahlte. Großer Beifall für die sympathische Künstlerin, die demnächst Konzerte von Weber und Mendelssohn spielen und sich "endlich einmal wieder" Bach zuwenden wird.
Konstantin Laurenz - Lausitzer Rundschau - 21.02.2007
Konzert am 17. Februar 2007 im Kunstmuseums
Klavierabend im DKW
Susanne Grützmann im Jubiläumskonzert
Die Reihe der Jubiläumskonzerte der Deutschen Chopin-Gesellschaft aus Anlass ihres 45-jährigen Bestehens wird am 17. Februar um 19.30 Uhr im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus in der Sprem mit der Berliner Pianistin Susanne Grützmann fortgesetzt. Susanne Grützmann studierte an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" bei Prof. Dieter Zechlin.
Die Pianistin errang bei mehreren internationalen Wettbewerben hochdotierte Preise, so beim Robert-Schumann-Wettbewerb Zwickau, beim Concurso Vianna da Motta in Lissabon, beim Bach-Wettbewerb Leipzig. Der 1. Preis beim hochangesehenen ARD-Wettbewerb München 1989 bestätigte den Ruf der Künstlerin, die heute zu den besten deutschen Pianisten gehört. Susanne Grützmann, die mit den Einspielungen der Preludes op. 28 von Chopin bei TELDEC, des gesamten Klavierwerkes von Clara Schumann bei APERTO und weiteren CD-Aufnahmen nachhaltige künstlerische Akzente gesetzt hat, spielt Werke von Robert Schumann und Fryderyk Chopin...
Bernd Weinreich - MÄRKISCHER BOTE - 10.02.2007
Musikalische Spitzenleistungen im Jubiläumsjahr
Chopin-Gesellschaft vor 45 Jahren gegründet
Die Deutsche Chopin-Gesellschaft kann in diesem Jahr auf ihr 45-jähriges Bestehen zurückblicken. 1962 in Berlin gegründet, hat sich bereits 1988 der Schwerpunkt des Wirkens von Berlin, Leipzig und Weimar nach Cottbus verschoben. Heute finden jährlich regelmäßige Konzerte statt, die aus dem Musikleben der Stadt nicht mehr wegzudenken sind.
Das Jubiläumsjahr 2007 wurde mit einem Klavierabend der jungen Steinway-Preisträgerin Anna-Victoria Baltrusch in den Räumen des Kunstmuseums in der Sprem eröffnet. Das sehr vielseitige und anspruchsvolle Programm mit Werken von Ferruccio Busoni bis Fryderyk Chopin hat die 17-jährige Pianistin, die auch als Organistin viele Preise bei Jugendwettbewerben erringen konnte, hervorragend gemeistert. Mit großer Bewunderung des Publikums spielte sie sich von Stück zu Stück freier. Die Ballade Nr. 2 von Fryderyk Chopin war der krönende Abschluss eines nachhaltigen und gut besuchten Konzertabends. Anna-Victoria Baltrusch ist auf einem großen Weg, der vielleicht in Cottbus seinen Anfang genommen hat. Schlägt man nämlich das Künstlerverzeichnis der Deutschen Chopin-Gesellschaft auf, kann man Namen lesen, die jetzt auf den Konzertpodien internationale Bedeutung haben.
Die Reihe der Jubiläumskonzerte wird am 17. Februar mit der international bekannten Berliner Pianistin Susanne Grützmann fortgesetzt. Der Kartenvorverkauf an der Infothek des Kunstmuseums hat bereits begonnen.
Albert Berg - LAUSITZER RUNDSCHAU - 16.01.2007
Konzert am 13. Januar 2007 im Kunstmuseum
Junge Preisträgerin im Konzert
Anna-Victoria Baltrusch als Organistin
Die Deutsche Chopin-Gesellschaft beginnt am morgigen Sonnabend, 13. Januar, um 19.30 Uhr im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (Spremberger Straße) mit einem Preisträgerkonzert ihre umfangreiche Veranstaltungstätigkeit in diesem Jahr. Aus Anlass ihres 45-jährigen Bestehens, die Gesellschaft wurde 1962 gegründet, sind sechs Konzerte geplant.
Als jüngste Solistin und Preisträgerin des Steinway-Klavierwettbewerbes konzertiert am kommenden Sonnabend Anna-Victoria Baltrusch mit Werken von Busoni, Bach, Mozart, Schumann, Schubert und natürlich Fryderyk Chopin in Cottbus...
Anna-Victoria Baltrusch gehört zu den ganz wenigen jungen Künstlerinnen, die von der Internationalen Musikakademie zur Förderung Hochbegabter in Deutschland unterstützt werden. Als absolutes Ausnahmetalent kann sie auf eine Reihe von Wettbewerbserfolgen zurückblicken, auch als Organistin hat sie viele große Konzerte in ihrem Terminkalender...
Das vielseitige Programm mit Kompositionen aus vier Jahrhunderten ist ein würdiger Auftakt der Reihe der Festkonzerte zum 45-jährigen Bestehen der Chopin-Gesellschaft...
LAUSITZER RUNDSCHAU - 12.01.2007
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