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Ein Rothenburger wird geehrt

Es gehört zur guten Tradition, dass das Stadtmuseum Rothenburg verdienstvolle Töchter und Söhne ihrer Stadt und der Oberlausitz mit einer Personalpräsentation ehrt. Am 15. Mai 2011 wurde diese Würdigung auch dem langjährigen Präsident der Deutschen Chopin-Gesellschaft e.V., Prof. Karl-Heinz Pick, zuteil. Museumsdirektorin Irina Scheuner begrüßte die zahlreich erschienenen Rothenburger, darunter die Bürgermeisterin Heike Böhm, und verwies auf die Tatsache, dass das Leben von Karl-Heinz Pick auch für die Stadt Rothenburg von großer Ausstrahlung ist. Am 18. August 1929 in Rothenburg geboren, hier verlebte er auch seine Kindheit. Karl-Heinz Pick erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig, an der er bis zu seiner Emeritierung 1994 als Professor für Klavier tätig war. Er konzertierte in Europa, in Asien und im Vorderen Orient. Einen Schwerpunkt in seiner künstlerischen Tätigkeit nahm das kompositorische Schaffen ein. Neben kammermusikalischen Werken war er besonders mit Klavierkompositionen und Liedzyklen hervorgetreten. Als Jurymitglied wirkte er bei Klavierwettbewerben in Sofia, Moskau, Brüssel, Paris, Lissabon, Vercelli, Athen, Prag, Leipzig und Zwickau, sowie bei den Chopin-Wettbewerben in Göttingen, Darmstadt und Warschau. Sein Wirken für die Deutsche Chopin-Gesellschaft e.V., die 1962 als Chopingesellschaft der DDR gegründet und maßgeblich von ihm als Präsident und Ehrenpräsident geprägt wurde, bleibt unvergessen.

Renate Pick, Tochter des Geehrten, hat in ihrer Laudatio einige Lebensstationen des Pianisten, Pädagogen und Komponisten nachgezeichnet. Dabei konnten die anwesenden Rothenburger, die Karl-Heinz Pick aus ihrer Kindheit kannten, ihre eigenen Erinnerungen einbringen. Gerne haben auch die Witwe Elisabeth Pick und Bruder Siegfried Pick in anschließenden Gesprächen mit den Ausstellungsbesuchern Begebenheiten und Erlebnisse mit Karl-Heinz Pick reflektiert.
Die Ausstellung stellt eine umfassende Zeittafel des Lebens, Wirkens und Schaffens von Karl-Heinz Pick dar und wird für Besucher zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums Rothenburg, Brunnengasse 2, präsentiert.
Plakat zur Ausstellung
Bernd Weinreich

© K. Höfgen
In Anwesenheit der Witwe, Elisabeth Pick, und des Bruders, Siegfried Pick (v.l.n.r.), haben etwa 80 Rothenburger der Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum beigewohnt
Tochter Renate Pick hat mit ihren Schilderungen aus dem Leben und Schaffen des Pianisten, Pädagogen und Komponisten eine persönliche Würdigung der verdienstvollen Lebensleistung des langjährigen Präsidenten unserer Gesellschaft vorgenommen
Auf Schautafeln, Fotos und Zeitdokumenten können die Besucher Stationen und Verdienste aus dem Leben von Karl-Heinz Pick eindrucksvoll nachempfinden
Ausstellung im Stadtmuseum Rothenburg (Tel.: 035891/35318)
Fotos: © Bernd Weinreich
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Wahl des neuen Präsidiums 2011

Am 19. März 2011 fand die Mitgliederversammlung der Deutschen Chopin-Gesellschaft in Meisdorf (Landkreis Harz) statt. Josephine Rausch, neues und auch jüngstes Mitglieder aus dem Regionalverband Aschersleben, leitete die Versammlung mit zwei Klavierstücken Fryderyk Chopins ein. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl des neuen Präsidiums. Gewählt wurden Helmut Jahn zum Präsidenten, Prof. Wolfgang Glemser zum stellvertretenden Präsidenten, Dr. Cornelia Weinreich zur Geschäftsführerin, Dr. Sabine Schmidt zur Schatzmeisterin sowie Victoria Flock, Birgit Grützner und Monika Proll als Beisitzerinnen.
Bernd Weinreich wurde für seine fünfjährige Präsidentschaft gedankt, ebenso den scheidenden Mitgliedern des Präsidiums Eike Steffen, Peter-Paul Gregor und Sebastian Zachow-Vierrath.


Josephine Rausch
© Weinreich

Josephine Rausch
© Weinreich
Fotos: © Dr. Cornelia Weinreichh
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